Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Susanne Göpferich
von SS 1997–WS 2002/03 an der FH Karlsruhe

Sprachprofessionalität

1. Semester, Übung, 2 SWS

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die muttersprachliche Kompetenz der Teilnehmer auf ein professionelles Niveau anzuheben. Behandelt werden Bereiche der deutschen Grammatik, in denen die Teilnehmer zu Beginn eines Hochschulstudiums in der Regel noch Defizite aufweisen. Ferner stehen Übungen zur Produktion von Textsorten relativ geringen Umfangs, wie Pressemitteilungen, Informationsfaltblätter, Produktinformationen, sowie das Exzerpieren und Zusammenfassen von Texten auf dem Programm.

Leistungsnachweis:
Klausur (90 Minuten)

Materialien:
Skript zur Übung "Göpferich, Susanne (WS 2002/03): Sprachprofessionalität". Sonstige Materialien werden während des Semesters verteilt.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Linke, Angelika/Nussbaumer, Markus/Portmann, Paul R. (1994): Studienbuch Linguistik. 2. Aufl. Tübingen: Niemeyer. DM 39,80
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,-
Rechtschreib- und Grammatik-Duden
Helbig, Gerhard/Buscha, Joachim (2001): Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Berlin etc.: Langenscheidt.

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Textverstehen – Textverständlichkeit – Textoptimierung unter Verständlichkeitsgesichtspunkten

2. Semester, Vorlesung mit Übung, 4 SWS

Die verständliche Aufbereitung von Informationen über technische Sachverhalte gehört zu den Kernkompetenzen Technischer Redakteure. Neben der Fähigkeit, selbst verständliche Texte zu verfassen, wird vom Technischen Redakteur auch erwartet, daß er vorliegende Texte und Textentwürfe unter Verständlichkeitsgesichtspunkten beurteilen, deren Schwächen gezielt aufdecken und sie beheben kann. Dies setzt grundlegende Einsichten in die Informationsverarbeitung des Menschen sowie die Kenntnis von verständlichkeitsfördernden bzw. -beeinträchtigenden Faktoren voraus.

Aus dem Inhaltsspektrum der Veranstaltung:

  • Leserlichkeit von Texten
  • Lesbarkeit von Texten, Lesbarkeitsformeln
  • Grundlagen der menschlichen Informationsverarbeitung (Verstehen als konstruktiver Prozeß, Gedächtnismodelle)
  • Verständlichkeitskonstrukte, verständlichkeitsbeeinflussende Faktoren
  • kognitionswissenschaftliche Ansätze zur Erklärung der Textverarbeitung (semantische Netzwerke, Schematheorie, mentale Modelle)
  • Leitlinien zur Abfassung verständlicher Gebrauchstexte
  • Brauchbarkeit von Texten
  • Verfahren zur Beurteilung von Texten für vorgegebene Adressatengruppen
  • Strategien zur Popularisierung
  • linguistische Aspekte in Redaktionsleitfäden (Style Guides)

Leistungsnachweis:
Studienarbeit (Erstellung eines populärwissenschaftlichen Artikels)

Materialien:
Skript "Göpferich, Susanne: Textverstehen – Textverständlichkeit – Textoptimierung unter Verständlichkeitsgesichtspunkten. Teil 1: Übungsskript". Sonstige Materialien werden während des Semesters verteilt bzw. auf dem TR-Server zur Verfügung gestellt.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,–
Göpferich, Susanne (2001): "Von Hamburg nach Karlsruhe: Ein kommunikationsorientierter Bezugsrahmen zur Bewertung der Verständlichkeit von Texten." Fachsprache/International Journal of LSP 3–4 (2001): 117–138.

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Optische Textgestaltung mit QuarkXPress:
Layout – Typographie – Visualisierung

1. Semester, Übung, 2 SWS

Im Zentrum dieser Übung steht die ansprechende mikro- und makrotypographische Gestaltung von Dokumenten, insbesondere PR-Materialien, sowie der Erwerb des Know-hows zur EDV-technisch professionellen Erstellung einer Zeitschrift. Hierbei setzen wir das DTP-Programm QuarkXPress ein. Die Inhalte dieser Übung werden in dem Seminar "Zeitschriftenredaktion" vertieft.

Leistungsnachweis:
Studienarbeit (Erstellung eines Leporellos)

Materialien:
Skript "Optische Textgestaltung mit QuarkXPress". Sonstige Materialien werden während des Semesters verteilt bzw. auf dem TR-Server zur Verfügung gestellt.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,–

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Juristische und normative Aspekte Technischer Dokumentation

2. Semester, Vorlesung, 2 SWS
ab WS 2001/02 durchgeführt von Rechtsanwalt Dr. Karl Zippelius

Aus dem Inhaltsspektrum der Veranstaltung:

  • Produkthaftung in Europa und den USA
  • EG-Richtlinie Maschinen
  • Normen und Richtlinien zur technischen Dokumentation
  • Gerätesicherheitsgesetz und seine Verordnungen
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Gefahrstoffverordnung
  • Gestaltung und Formulierung von Sicherheitshinweisen

Leistungsnachweis:
Klausur (90 Minuten)

Materialien:
werden während des Semesters verteilt

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,–

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Textproduktion:
Erstellung deskriptiver, instruktiver und argumentativer Texte

3. Semester, Seminar, 2 SWS

Diejenigen Textsorten, mit deren Erstellung Technische Redakteure am häufigsten konfrontiert sind, lassen sich nach ihrer kommunikativen Funktion in drei Grobkategorien einteilen:

  1. anleitende Texte (z.B. Bedienungs- und Betriebsanleitungen, Hilfetexte und Turorials) – ihnen kommt im Berufsalltag der meisten Technischen Redakteure die größte Bedeutung zu;
  2. beschreibende Texte (wie technische Beschreibungen); und
  3. argumentative Texte (z.B. Projekt- und Beschaffungsanträge).
Solche Texte funktions- und adressatengerecht erstellen zu können setzt voraus, daß der Technische Redakteur deren spezielle kommunikative Funktion sowie ihre textsortenspezifischen Besonderheiten kennt. Darüber hinaus muß er mit den spezifischen Anforderungen vertraut sein, die das jeweilige Medium (Papier, Online-Hilfe, HTML-Seite, gesprochener Text etc.), in dem der Text erscheint, an die Präsentation der Inhalte stellt. Einsichten in die kognitiven Prozesse beim Schreiben können dem Technischen Redakteur dabei helfen, Schwächen im eigenen Schreibprozeß zu lokalisieren und diese gezielter zu überwinden.

Aus dem Inhaltsspektrum der Veranstaltung:

  • Überblick über das Textsortenspektrum der Technik (kommunikative Funktion, Makrostruktur, Inhaltsspektrum, Konventionen, vor allem der für den Technischen Redakteur relevanten Textsorten)
  • Schreibprozeßmodelle, Anstöße zur Reflexion über den eigenen Schreibprozeß
  • Spezifikation von Textproduktionsaufgaben (Zielgruppe, Zweck) und deren Umsetzung an Beispielen
  • Anpassung von Printtexten an die Anforderungen der Bildschirmpräsentation

Leistungsnachweis:
Studienarbeit

Materialien:
werden während des Semesters verteilt bzw. auf dem TR-Server zur Verfügung gestellt.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,–

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Terminologie-Management (mit MultiTerm)

6. Semester, Seminar, 2 SWS

Adressatengerechte, eindeutige und sich selbst erklärende oder adäquat erklärte Termini (Fachausdrücke) sowie deren konsistente Verwendung sind wichtige Faktoren, die die Verständlichkeit von technischer Dokumentation fördern. Zugleich leisten sie einen Beitrag zu einem reibungslosen Informationsfluß in Unternehmen, zur erfolgreichen Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Zulieferern und Kunden sowie vor allem auch zur effizienten Abwicklung von Projekten zur Erstellung mehrsprachiger Dokumentation. Diese Aufgaben sind ohne den Einsatz von modernen Terminologieverwaltungssystemen nicht mehr zu bewältigen. Solche Systeme leisten ihre Dienste u.a. bei der Textproduktion zur Sicherstellung terminologischer Konsistenz (und ggf. auch zur Einhaltung des beschränkten Lexikons einer kontrollierten Sprache) sowie bei der datenbankgestützten Erstellung von Glossaren (etwa am Ende von Handbüchern); sie finden sich in Translation-Memory- und maschinellen Übersetzungssystemen wieder und werden genutzt, um terminologische Bestände über entsprechende Interfaces in Intranets und im Internet zur Online-Abfrage zur Verfügung zu stellen. Grundlegende Kenntnisse in der Terminologiearbeit sowie zum Umgang mit solchen Programmen sind folglich für jeden Technischen Redakteur von Bedeutung.
Gegenstand dieses Seminars ist die Terminologieprägung, die Erfassung und Verwaltung von Terminolgie in Datenbanken sowie deren Verteilung in Unternehmen. Fragen der Terminologienormung werden dabei ebenso behandelt wie die EDV-gestützte Erstellung von Glossaren, Fachwörterbüchern und sonstigen Nachschlagewerken. Für die praktische Terminologiearbeit verwenden wir das Terminologieverwaltungssystem MultiTerm '95 Plus der Firma Trados, auf dem TermIng (Terminologie im Ingenierwesen), die Online-Terminologie-Datenbank der FH Karlsruhe, basiert. In dieses Online-Fachlexikon fließen die Ergebnisse hochwertiger Studienarbeiten aus dieser Veranstaltung ein.

Leistungsnachweis:
Studienarbeit (Erstellung eines fachsprachlichen Glossars)

Materialien:
Skript "Göpferich, Susanne: Terminologie-Management (mit MultiTerm)".
Demo-Version von MultiTerm wird den Teilnehmern zum Hausgebrauch zur Verfügung gestellt. Diese reicht zur Erstellung der Studienarbeit am heimischen PC aus.

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Übersetzungsmanagement – Technische Dokumentation für den internationalen Markt (mit Transit)

6. Semester, Seminar, 2 SWS

Im Zeitalter der Globalisierung ist immer seltener davon auszugehen, daß Dokumente, die Technische Redakteure erstellen, unübersetzt bleiben. Bereits die Beschaffenheit dieser Dokumente hat einen erheblichen Einfluß auf die Übersetzungsmethode, die erreichbare Übersetzungsqualität sowie die Effizienz des Übersetzungsprozesses und damit auch die Übersetzungskosten. Die Qualifikation, Texte nicht nur verständlich, funktions- und adressatengerecht, sondern darüber hinaus auch übersetzungsgerecht abzufassen (Internationalisierung), ist damit für Technische Redakteure, die für global agierende Unternehmen tätig werden, unverzichtbar geworden.
Neben der eigentlichen Erstellung übersetzungsfreundlicher Dokumente erfordert das Ziel der Mehrsprachigkeit auch ein entsprechendes Informations- und Datenmanagement in allen Projektphasen von der Dokumentationsplanung bis hin zur Nachbearbeitung abgeschlossener Projekte. Die erfolgreiche Bewältigung dieses Informations- und Datenmanagements setzt, wie auch das übersetzungsgerechte Schreiben, die Kenntnis der entsprechenden Übersetzungswerkzeuge mit ihren Möglichkeiten und Grenzen voraus, aber auch Einsichten in die Probleme, mit denen Übersetzer bei ihrer Arbeit konfrontiert sind.
Da sich die Anpassung von Dokumentationen an andere Absatzmärkte (Lokalisierung) nicht auf einen reinen Sprachtransfer beschränken kann, sondern auch etwa Anpassungen an andere außersprachliche Gegebenheiten, andere Wertesysteme und andere Bildungsvoraussetzungen sowie die Interaktion mit Partnern im jeweiligen Zielland erfordert, sind für den globl agierenden Technischen Redakteur auch Kenntnisse aus dem Bereich der Interkulturellen Kommunikation von Vorteil.
Diese mit der Globalisierung in Zusammenhang stehende Aufgaben- und Problempalette sowie entsprechende Lösungsansätze bilden das Themenspektrum dieses Seminars.

Leistungsnachweis:
Studienarbeit

Materialien:
Skript "Göpferich, Susanne (2000): Übersetzungsgerechte Dokumentationserstellung: Verständlich und übersetzungsgerecht schreiben". Sonstige Materialien werden während des Semesters verteilt.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Göpferich, Susanne (1998): Interkulturelles Technical Writing: Fachliches adressatengerecht vermitteln. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (Forum für Fachsprachen-Forschung 40). Tübingen: Narr. DM 58,–

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Zuletzt aktualisiert am 27.10.2003.